Vorstellung unserer Feuerwehr – Teil 4

Die Freiwillige Feuerwehr Argenstein

Die Feuerwehr Argenstein besteht aktuell aus 20 Personen, genau aus 7 Frauen und 13 Männern. Die Leitung der Ortsteilfeuerwehr wird durch den gewählten Wehrführer und seinen Stellvertreter gestellt. Von den 20 Mitgliedern der Feuerwehr wohnen 6 in umliegenden Orten zu Argenstein.
Für uns als Feuerwehr stellt die jetzige Pandemielage eine schwierige Situation dar, um junge aufstrebende Jugendfeuerwehrmitglieder in die Einsatzabteilung zu integrieren. Desweitern auch für Interessenten, die sich für die Feuerwehr in ihrem Ort interessieren, diese dort zu empfangen und ihnen die Arbeit der Feuerwehr näher zu bringen.
Die Ausbildung in Argenstein ist breit aufgestellt. Vom Feuerwehrangehörigen mit Truppmann-Ausbildung über Truppführer, Gruppenführer bis zum Zugführer. Es gibt Mitglieder, die für das Tragen von Chemiekalienschutzanzügen ausgebildet sind, Maschinisten und medizinisch ausgebildetes Personal.
Mitten im Ortskern von Argenstein ist das Feuerwehrhaus zu finden, am Dorfplatz, mit seinen 2 Fahrzeughallen.
Die Unterrichte und Übungsdienste finden montags im Feuerwehrgerätehaus statt, in einem Zeitrahmen von 90-120 min, je nach Thema. Aufgrund der aktuellen Lage ist dies natürlich, zur Sicherheit und Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft mehr auf virtuelle Dienste ausgelegt. Trotz der Corona-Pandemie werden vereinzelt Treffen in Kleingruppen abgehalten, um Geräte und Fahrzeuge zu pflegen und einsatzbereit zu halten.
Die Feuerwehr Argenstein gehört zu den Feuerwehren der Gemeinde mit 2 Einsatzfahrzeugen, ein TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser) und einem GW-S (Gerätewagen Sonstige). Das TSF-W ist ausgestattet mit Geräten zur Brandbekämpfung sowie auch mit einer Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe (Schnellangriffsschlauch) und Geräten und Materialien zur einfachen Technischen Hilfeleitung bei Verkehrsunfällen oder anderen Ereignissen (Absperren, Ausleuchten, Beseitigen von Unwetterereignissen wie Bäume oder Wasser aus Gebäuden). Der GW-S hat von der Ausstattung einiges mehr zu bieten. Eine einfache technische Hilfeleistung kann zum Beispiel mit Absperrmaterial, Schippen, Besen, Ölbindemittel zur Aufnahme von Betriebsstoffen abgearbeitet werden. Eine besondere Aufgabe des GW-S ist, dass er zur Gefahrstoffgruppe der Gemeinde Weimar (Lahn) gehört und einige Geräte und Materialien zum Ersteinsatz bei Einsätzen mit Gefahrgütern mitführt (Chemiekalienschutzanzüge, Dichtmaterialien, Messgeräte).
Der Einsatzschwerpunkt der Feuerwehr Argenstein liegt auf den Bundesstraßen B 255/B 3a und im Lahntal. Die Einsätze der Technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen führen uns in das gesamte Gemeindegebiet, um die Feuerwehren, die einen Hydraulischen Rettungssatz vorhalten, mit weiterem Material zu unterstützen. Der größte Schwerpunkt in den Letzen Jahren, mit einem Augenzwinkern ;), ist die Tierrettung, besonders von Schwänen. Im Durchschnitt wurde die Feuerwehr Argenstein in den letzten Jahren zu 17 Einsätzen pro Jahr alarmiert.
Neben dem Einsatz und Ausbildungsdienst gibt es zwei Veranstaltungen, die in die letzten Jahre immer veranstaltet wurden. Zum einem das Osterfeuer, was durch die umliegende Bevölkerung immer gut angenommen wurde, und zum anderen das jährliche Spanferkelessen, was ebenfalls gerne angenommen wurde. Es ist leider zu erwähnen, dass wir durch die Pandemielage seither diese Veranstaltungen nicht mehr durchführen konnten. Dies ist natürlich sehr schade, da dies auch den Mitgliedern der Feuerwehr eine Freude bereitet, sich mit den Bürgern aus Argenstein und den hinzukommenden Bürgen zu unterhalten.
Im Rahmen des Zukunftsplans der Feuerwehren der Gemeinde Weimar (Lahn) soll es auch in Argenstein einige Veränderungen geben. Es soll das in die Jahre gekommene TSF-W ersatzbeschafft werden. Weiterhin soll es dann einen Umbau/ bzw. Anbau des bestehenden Feuerwehrgerätehauses geben. Um den aktuellen Standards zu entsprechen sind z.B. die Installation einer Abgasabsauganlage und eine Notstromeinspeisung geplant. In der Zukunft soll, wenn es die pandemische Lage zulässt und wieder in den Ausbildungsdienst gestartet werden darf, mit voller Kraft weiter gehen. Allen Einsatzkräften fehlt es, sich zu den gemeinsamen Ausbildungsdiensten zu treffen.